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                  (Vorwerk Auenhain von Norden her gesehen ca. 1930)

(Gemälderepro mit freundlicher Genehmigung Familie Gerlach, Markkleeberg)


Die Gegebenheiten des 16.10.1813 in der Ortschaft Cröbern sind fest verwachsen mit den zeitgleich stattfindenden Kampfhandlungen um die "Schäferei Auenhain". Wie der Hof "La-Haye-Sainte" bei der "Schlacht bei Waterloo" so war auch diese exponiert liegende Schäferei Schauplatz schwerer Kämpfe. Auch hier wechselten die Besetzer mehrfach an diesem 16. Oktober 1813.

Augrund sehr guten Bildmaterials (Gemälde und Fotos aus der Vorkriegszeit), ist es uns gelungen, das Aussehen der "Schäferei Auenhain" bestmöglich zu recherchieren und zu rekonstruieren.

In Zusammenarbeit mit Thorsten Burgdorf werden wir versuchen, die Schäferei in ihrem 1813er Bauzustand zu rekonstruieren und ein 1/72 Modell zu bauen. Da es aus Sammlerkreisen immer wieder Nachfragen gibt, werden wir ebenfalls versuchen, die "Schäferei Auenhain-1813" in Resin abzugiessen und den Sammlern, Dioramenbauern und Wargamern anzubieten.

Es ist naheliegend, dass es dazu ein kleineres Diorama geben wird, allerdings nur dann, wenn es unsere Bautätigkeit am Cröbern-Diorama zulässt.

Im Jahr 1813 gehörte die Schäferei zum Rittergut "Crostewitz". Nach Norden hin war der Schäferei ein größerer Teich vorgelagert, an der Südwestecke befand sich ein kleinerer Tümpel der in späteren Jahren einer Obstwiese weichen musste. Zur Zeit der Völkerschlacht bestand die Schäferei aus drei größeren Gebäuden. In späteren Jahren kamen dann noch einige weitere Nebengebäude hinzu und die Schäferei entwickelte sich zum "Vorwerk Auenhain". Die Schäferei lag auf einem höheren Geländeniveau als die Ortschaften Markkleeberg, Cröbern und Crostewitz und übertrohnte diese drei Dörfer um ca. 20 Meter.

Wir beschränken uns in unserer Recherche jedoch nur auf den Bauzustand des Jahres 1813. Damals bestand dieser Gebäudekomplex aus der zum Norden hin liegenden großen Scheune und dem parallel in Richtung Süden liegenden großen Schafstall. Beide Nutzgebäude, Scheune und Schafstall maßen ca. 30 Meter in der Länge. Das Wohngebäude des "Schäfers Seydel" schloss diesen Komplex in Richtung Westen ab. Dazu gab es dann noch Einfriedungsmauern sowie zwei Tore in Richtung Norden und Richtung Osten.

Die Gebäude selbst bestanden aus Lehm bzw. Fachwerk mit Lehmgefachen.





(Links der Schafstall aus Richtung Osten gesehen, im Hintergrund das       Wohnhaus, die Scheune rechts ist später nach 1813 gebaut worden)

 (Gemälderepro mit freundlicher Genehmigung Familie Gerlach, Markkleeberg)



        (Foto um 1939, Schafstall aus Richtung Südwesten her gesehen)

     (Foto mit freundlicher Genehmigung Familie Gerlach, Markkleeberg)



(Foto von 1939, in der Mitte der Schafstall aus Richtung Osten gesehen, dieser besaß auch 1813 schon solch ein mächtiges Dach)

      (Foto mit freundlicher Genehmigung Familie Gerlach, Markkleeberg)


Zuerst soll also der Schafstall im Maßstab 1/72 entstehen. Durch Thorsten Burgdorf wird dieser zur Zeit gemastert. Dabei wurde besonderen Wert auf die realistische Optik von Lehmwänden bzw. Fachwerk mit Lehmgefachungen gelegt.



(Die erste Wand des Schafstalles der Schäferei Auenhain. Im Modell wird der Schafstall schon über 40 cm lang werden. Hier zum Vergleich zwei russische Husaren (grundiert), Art-Figuren-Umbauten von Niels Rullkötter)



                    (Oberflächenstruktur der verputzten Lehmwände)



 (Oberflächenstruktur der Lehmgefache mit den zugehörenden Holzbalken)


( Fortsetzung folgt )