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Als ich Mitte 2006 mit den Vorbereitungen und Recherchen zu diesem großen Dioramenprojekt begann, erklärten sich zwei Hobbyfreunde bereit, am Diorama mitzuarbeiten. Jan Marschner, zu diesem Zeitpunkt noch am Bau der ersten Platte beteiligt, schied aus persönlichen Gründen 2007 aus dem Projekt aus.

Dirk Tietten aus Berlin arbeitete von 2006 bis April 2010 mit am Diorama. Niels Rullkötter aus Kirchlengern war von Juli 2008 bis April 2010 Mitglied des Cröbern-Teams. Beide schieden dann ebenfalls aus persönlichen Gründen aus dem Projekt aus.

Seit April 2010 arbeite ich alleine weiter am Cröbern-Diorama. Der folgende Artikel über den Dioramenbau ist chronologisch aufgebaut und soll die Historie bzw. die einzelnen Bauphasen dokumentieren.

Wolfgang Meyer


Wir haben also das ehrgeizige Ziel, dieses 1/72-Cröbern-Diorama, sei es mit den Figuren oder den entsprechenden Häusern oder auch mit der Landschaftsgestaltung, eins zu eins umzusetzen. Dazu gehört natürlich auch die Natur mit ihren Büschen und Bäumen, welche auch meistens in Dioramen verkleinert wiedergegeben werden.

Wir, das sind drei Hobbyfreunde, Dirk Tietten aus Berlin, Niels Rullkötter aus Kirchlengern und ich, Wolfgang Meyer aus Eschweiler. Jetzt fragt sich der Betrachter natürlich, wie solch ein Projekt an unterschiedlichen Orten geplant und durchgeführt werden kann. Dies geht allerdings recht gut mit einer Aufgabenteilung und kurzfristigen Absprachen dank des Internets.

So haben wir drei unsere Schwerpunkte innerhalb des Projektes: Dirk ist ein Künstler im Bemalen von Figurenmassen, und das auf hohem Niveau. Niels beschäftigt sich mit Figurenumbauten um die eh schon große Figurenvielfalt in unserm Diorama noch zu erhöhen. Darüberhinaus recherchiert er in der Geschichte des Fuhrparks der beteiligten Armeen. So werden hier alle möglichen Fahrzeuge im Laufe der nächsten Jahre dargestellt werden können. Ich selbst recherchiere bezüglich des historischen Hintergrunds, dem Gebäudebau und der Landschaft -Gestaltung. Der Landschaft- und Gebäudebau zählt dann auch zu meinen Schwerpunkten im Projekt. Darüberhinaus produziere ich noch die Filmdokumentation über das Cröbern-Projekt.

Zusammen bauen wir dann während mehreren Bastelwochenenden im Jahr am Diorama.

Die Recherche zu den Figuren teilen wir uns, so wie es gerade passt.

Erst wenn man sich ernsthaft mit dem Gedanken an das Diorama beschäftigt und in die konkreten Planungen einsteigt, merkt man wie gigantisch solch eine 1:1 Umsetzung ist. Normalerweise erschlagen zu große Häuser und zu große Bäume im Diorama die dargestellten Figuren. Stellt man aber ganze Regimenter in ihrer Ist-Stärke dar, dann relativiert sich dies wieder im Auge des Betrachters. Er bekommt jetzt eine Abbildung der verkleinerten (1/72) aber doch realen Proportionen.

Die Ortschaft "Cröbern" wird allein schon ca. 14 qm groß werden. Cröbern war damals ein Bauerndorf mit stattlichen, großen Gutshöfen. Durch sehr gutes Bildmaterial (siehe Recherche) konnte das Dorf schließlich auch in seinen Ausmaßen relativ gut rekonstruiert werden.

Aufgebaut wird das ganze in einzelnen Segmenten. Diese Segmente werden aber auch schon größer sein als die mir bisher bekannten bei ähnlichen Projekten.

So kommen im Dorf  Platten von 1,20 m Breite und 1,40 m Länge zum Einsatz. Trägermaterial ist eine 9mm Birkenmultiplexplatte. Darauf kommen dann unterschiedlich starke Styrodurplatten aus dem Baumarkt. Auf diesem anschließend bearbeiteten Styrodur kommt schließlich eine mit Dispersionfarbe eingefärbte Spachtelmasse. Aus dieser Spachtelmasse entsteht dann der Untergrund, die Landschaft.

Die Häuser sind alles Eigenbauten, welche nach alten Fotos rekonstruiert werden. Diese Häuser entstehen aus 2mm Graupappe, selbsthärtender Knetmasse und Zurüstteilen wie z. B. gelaserte Fenster, Türen aus Balsaholzstreifen, Dachschindeln aus gelasertem Fotokarton oder simuliertem Strohdach aus Teddyfell. Die Entstehung der Häuser und die Dioramengestaltung wird auf der  - produzierten DVD -     "Cröbern 1813" bis ins Detail genau erklärt und gezeigt werden.



                          ( Häuserbau Wolfgang Meyer, Beispiel)



                           ( Häuserbau Wolfgang Meyer, Beispiel )



                           ( Häuserbau Wolfgang Meyer, Beispiel )



                        ( Häuserbau, Wolfgang Meyer, Beispiel )

                                    Foto Kai von Westerman



                       ( Häuserbau, Wolfgang Meyer, Beispiel )

                                    Foto Kai von Westerman



                          ( Häuserbau, Wolfgang Meyer, Beispiel )

                                       Foto Kai von Westerman



                           ( Häuserbau, Wolfgang Meyer, Beispiel )



Diese Methode des Häuserbaus wurde von mir auch schon beim großen Markkleeberg-Diorama angewandt. Dieses schöne Großdiorama, zusammen mit dem "Freundeskreis Napoleonische Geschichte" gebaut, steht heute im Museum "Historisches Torhaus Markkleeberg". 



                          ( Häuserbau Wolfgang Meyer, Beispiel )



                         ( Häuserbau Wolfgang Meyer, Beispiel )


Wie groß das Diorama schließlich am Ende werden soll, haben wir offengelassen. Im Oktober 2013 soll das Diorama fertiggestellt sein. Wo es später einmal seinen endgültigen Aufstellplatz bekommen wird, ist ebenfalls noch offen. Der Weg dahin ist hier eher das Ziel. Wir wollen mit unseren Segmenten von innen nach außen arbeiten. Das heißt, wir werden unser Diorama im Herzen des Dorfes beginnen.

Da die Elemente ja recht groß sind, hier schon einmal eine Übersicht über unsere Planung. Die Reihenfolge der Erstellung der einzelnen Segmente ist jedoch nicht verbindlich. Logischerweise muss man jedoch wegen der topografischen Beschaffenheit immer mit einer angrenzenden Nachbar-Platte fortfahren.



                        Jede Platte ist 1,20 m breit und 1,40 m lang


Begonnen haben wir mit der Platte Nr.1. Sie wird den Eingang des Dorfes aus Richtung Süden zeigen. Hier wird das 2. Batallion des östereichischen 48. Simbschen Regimentes und das 2. Batallion des 32. Esterhazy Regimentes versuchen, durch die verstopften Straßen des Ortes zu kommen. Ebenfalls zu sehen ist der Petermann'sche Gasthof. Hier ist ein großer preußischer Hauptverbandsplatz eingerichtet. Die Straßen des Ortes sind mit russischer und preußischer Artillerie, Wagen aller Art, verwundeten Preußen und Russen sowie zurückgegangenen Truppen total verstopft. Dazu kommen noch einige Höfe und die Schmiede des Dorfes.


Dieses Bild bietet sich der östereichischen Infanterie beim Eintritt ins Dorf aus Richtung Zehmen kommend

   (Foto mit freundlicher Genehmigung durch Herrn W. SROKA, Markkleeberg)


                           Großes Gehöft direkt am Dorfeingang

  ( Foto mit freundlicher Genehmigung durch Herrn W. SROKA, Markkleeberg )


                    Die Dorfschmiede Cröberns direkt am Dorfeingang

 ( Foto mit freundlicher Genehmigung durch Herrn R. DIETZE, Markkleeberg )


Blick auf den Petermann'schen Gasthof, dahinter ist dessen riesige Scheune zu erkennen, größtes Gehöft im Ort, 1813 preußisches Lazarett.

  ( Foto mit freundlicher Genehmigung durch Herrn W. SROKA, Markkleeberg )


Übersicht über die Kirchstraße, am oberen Bildrand der Petermann'sche Gasthof, großer Vierseithof mit mächtigen Scheunen und Wirtschaftsgebäuden.

  ( Foto mit freundlicher Genehmigung durch Herrn W. SROKA, Markkleeberg )

Unser Ziel ist es, diese erste Platte auf der Intermodellbau 2007 in Dortmund zeigen zu können. Das Themenschwergewicht der ersten Platte liegt auf dem preußischen Lazarett.

Die Haupthemen der weiteren Platten lauten wie folgt:

2. Segment: Platz am Dorfbrunnen, österreichische Pioniere haben einen Durchbruch durch die Wände eines Wirtschaftsgebäudes geschlagen, um der Infanterie einen Durchgang Richtung Osten zu öffnen.

3. Segment: Östlicher Dorfrand von Cröbern, Sammelplatz der russischen Lubny-Husaren, das II. Bat. Esterhazy marschiert in Batallionskolonne in Reserve auf.

4. Segment: Die total verstopfte Güldengossaer Straße mit Truppen und Kriegsmaterial aller Art und mehreren brennenden Höfen.

5. Segment: Die total verstopfte Güldengossaer Straße mit Truppen aller Art, hauptsächlich Russen.

6. Segment: Östlicher Dorfrand von Cröbern, das II. Bat. Simbschen, tritt aus dem Ort heraus und bekommt direkt vom Oberst Latour (österreichischer Generalstab) den Auftrag Richtung Schäferei Auenhain zu marschieren). Eine komplette russische Batterie wartet am Dorfrand. Das I. Bat. Simbschen steht in kompletter Stärke schon in einer Reservestellung. Ein komplettes österreichisches Kürassierregiment und zwei weitere Schwadronen stehen in Reservestellung.

7. Segment: Cröberner Wassermühle mit den Brücken über die Gösel und den Mühlbach. 200 marschierende österreichische Füssiliere des Bat. Simbschen. Stab der Grenadierdivision Weißenwolf mit dem Divisonär. 10 Wagen des österreichischen Artillerietrains und diverse russische Kosaken.

8. Segment: Göselbach mit der Wiesenstraße und den dazugehörenden Gärten. Preußische Munitionswagen.

9. Segment: Göselbach mit der Wiesenstraße und den dazugehörenden Gärten. Russische Husaren und russische Kürassiere welche sich an den Göselbach zurückgezogen haben um ihre Pferde zu tränken.

10.Segment: Wiesen- und Ackerlandschaft, Aufmarsch der Grenadierbrigade Gabelkoven.

11.Segment: Wiesenlandschaft, Aufmarsch der Grenadierbrigade Fürstenwährter. Zug von französischen gefangenen Kavalleristen Richtung Sestewitz, welcher von russischen Kosaken eskortiert wird.

12.Segment: Wiesenlandschaft. Zug von französischen gefangenen Kavalleristen Richtung Sestewitz welcher von russischen Kosaken eskortiert wird. Verwundetentransport Richtung Sestewitz.

Geplant sind insgesamt 35 Platten, alle in der Größe 1,20m x 1,40m bzw. 1,10m x 1,40m.


Bevor man mit dem Bau eines so großen Dioramas beginnt, müssen nicht nur die Flächenmaße, sondern auch die topografischen Gesichtspunkte klar sein. Wir haben also das Dorf Cröbern, welches auf einer kleinen Anhöhe lag. Innerhalb der Bebauung Cröberns gab es eigentlich keine nennenswerten topografischen Höhenunterschiede. Mit Ausnahme der Peter-und Paulkirche, welche doch noch etwas höher als der Ortskern gelegen war.

Hinter der Ortschaft, Richtung Norden und Nordosten stieg das Gelände dann sanft in Richtung der Schäferei Auenhain an.

Für das gesamte Diorama gibt es eine Konstante, die Dioramenhöhe 0. Diese Höhe 0 haben wir mit dem Bachlauf der Gösel gleichgesetzt. Der Bachlauf der Gösel wird also direkt auf unserer 9mm Birkenmultiplexplatte mittels bemaltem Acrylglas gebildet. Alle weiteren Höhen werden mit Styrodurplatten in verschiedenen Stärken aufgebaut werden. Styrodur hat den Vorteil, dass es sich sehr gut bearbeiten lässt, sehr leicht ist und trotzdem ausreichende Festigkeit aufweist.


Aufnahme vom Bachlauf der Gösel (Dioramenhöhe 0) bis zu den hinteren Höfen und Scheunen der Kirchstraße.

( Foto mit freundlicher Genehmigung durch Herrn W. Sroka, Markkleeberg )

Für das erste Dioramensegment haben wir nun einen Höhenunterschied von 9-11 cm zum Göselbach im Maßstab 1/72 berechnet. Die Trägerplatte wurde also mit Styrodurplatten von zusammen 9cm Höhe aufgepolstert. Aufgrund der vorhandenen Fotos und Skizzen bzw. mündlicher Überlieferungen wurden jetzt Stellproben mit Platzhaltern auf dieser Platte von 1,20 m x 1,40 m durchgeführt. Immer wieder wurden verschiedene Perspektiven mit den vorhandenen Fotos verglichen .

Wiederum mit Hilfe der Fotos konnten dann die Maße der Häuser festgelegt werden. Der Häuserbau konnte beginnen. Dabei wurde exakt bis zum letzten Holzbalken nach den vorhandenen Original-Fotos gearbeitet. Es gab natürlich auch Stellen, welche im Foto nicht festgehalten wurden. Hier wurde dann wieder nach mündlichen Überlieferungen oder nach der höchsten Wahrscheinlichkeit gebaut. Genauso gab es auf den Fotos auch Gebäude neuerer Herkunft, diese wurden dann wie vorher erklärt ebenfalls durch andere ortstypische Häuser ersetzt oder Details verändert.

Hier exemplarisch einige Arbeitsschritte zum Bau des Petermann'schen Gasthofes, das Hauptgebäude des ersten Dioramenteils:


Ein Teil der Front des eigentlichen Gasthofes, 2mm Graupappe bildet die Grundlage, das spätere Mauergerüst. Auf dieses wird dann die Gefachung aufgezeichnet. Fenster und Türöffnungen werden mit einem scharfen Cutter ausgeschnitten. Man hat nun schon eine sehr gute Kontrolle, ob das Modell den Originalfotos entspricht. Gelaserte Fenster werden mit 2mm starken Holzleisten als Fenstereinfassung mit Holzleim aufgeklebt.


                  Firstseite des Gasthofes (Arbeitsschritte wie vor)


                  Die Außenfassade wird mit Doppelklebeband beklebt.


Der Schritt mit dem Doppelklebeband geht eigentlich recht schnell, man kann mit dem Cutter das überstehende Band abtrennen.


So sieht jetzt die Fassade vollkommen beklebt aus. Beim nächsten Schritt wird die Schutzfolie vom Doppelklebeband entfernt. Jetzt kommt die selbsthärtende Knetmasse aus dem Baumarkt zum Einsatz. Diese wird mit einer Küchenrolle fein ausgewalzt und auf die jetzt klebende Fassade gelegt. Hier kann sie nun mit den Fingern angedrückt werden. Mit dem Cutter wird die überstehende Knetmasse wieder weggenommen. Mit Schmirgelpapier (um die Fingerabdrücke zu beseitigen) und kleinen einfachen Werkzeugen (Schraubenzieher, kleiner Minispachtel und einem Mini-Drahtpinsel) wird nun die noch weiche Oberfläche der Knetmasse bearbeitet. Hier können nun die Konturen der Fassade herausgearbeitet werden. Einzelne Steine, Verputz oder Fachwerk entstehen jetzt. Dabei sollte man an den Rändern beginnen, da dort zuerst der Trocknungsproßess der Masse einsetzt. Nun braucht man nur noch das Trocknen der Knetmasse abzuwarten. Die einzelnen Wände werden danach wiederum mit Holzleim zusammengeklebt.

Die einzelnen Arbeitsschritte sind auf der DVD "Cröbern-1813" bis ins Detail genau erklärt.


So sieht nun die bearbeitete Fassade nach dem Trocknen der Knetmasse aus. Einige Fenster wurden bewusst offengelassen, um einen Blick ins Innere des Gasthofes zu erlauben. Denn hier wird auf den Wirtshaustischen amputiert.


                                       Innenhof des Gasthofes


                                     Nebengebäude des Gasthofes


Die Türen entstanden aus Balsaholz, die schmiedeeisernen Bänder aus Fotokarton, hier erkennt man die Wirkung des kleinen Drahtpinsels, die hölzerne Türeinfassung wurde aus der Knetmasse damit herausgearbeitet.


Nachfolgend ein paar Probeaufstellungen der fertigen Rohbauten. Das heißt die Dioramenplatte ist natürlich noch unbearbeitet. Topografische Gegebenheiten wie der recht steile Anstieg der Bornaischen Poststraße ins Dorf hinein sind bisher nicht berücksichtigt.


Geradeaus der Rohbau des Petermannschen Gasthofes, rechts die Cröberner Dorfschmiede. Platzhalter mußten hier ein paar Hat-Bayern spielen.


                            Gleiche Szene aus der Gegenrichtung


Auf dieser Straße werden demnächst das österreichische Simbschen und    Esterhazy-Regiment marschieren.


Die nächsten Schritte werden nun sein: Dächer bearbeiten, Dächer decken, Kamine setzen, Häuser bemalen, Mauern und Hoftore integrieren und natürlich viele Feinheiten wie Mauerhaken und Efeubewuchs anbringen. Davon später mehr.


Um eine stilgerechte Dacheindeckung zu simulieren, gibt es unzählige Möglichkeiten. Für unser Dioramenprojekt wollen wir uns auf zwei Arten beschränken. Das ist die Eindeckung mit gebrannten Ziegeln durch gelaserte Fotokarton-Streifen und die Eindeckung als Strohdach mit bearbeitetem Teddyfell.

Die Häuser im Leipziger Südraum hatten zur Zeit der Völkerschlacht beides, wobei viele Scheunen damals mit Stroh gedeckt waren.

Kommen wir zuerst zur Ziegelmethode. Hier haben wir also dunkelgrauen oder terracotta-farbenen etwas stärkeren Fotokarton, der in einer Biberschwanz-Optik in passenden Streifen ausgelasert wurde. Unsere Dächer, wieder bestehend aus 2mm oder 1mm Graupappe werden wieder, wie schon zuvor die Hauswände mit Doppelklebeband versehen.


        Das Dach des großen Stalles wurde mit Doppelklebeband beklebt.


Nachdem die Schutzfolie des Doppelklebebandes entfernt wurde, kann man von unten (Traufe) her beginnen, die Streifen des Fotokartons aufzukleben. Der überstehende Fotokarton wird dann mit der Schere abgeschnitten. Tip: Ich benutze eine rechts- und eine linksschneidende Schere, da bekommt man bei den größeren Häusern, die etwas umständlich zu drehen sind, immer einen sauberen Schnitt hin. Auf diesen Streifen wird dann der nächste überlappend und versetzt wieder aufgeklebt.


Hier sind die Streifen, gezeigt an einem kleineren Stallanbau, bis zum First überlappend aufgeklebt. Mit dem Cutter kann man dann einzelne Ziegel wieder etwas anheben oder beschädigen um ein realistisches Bild zu bekommen. Der Haupteffekt ensteht aber später durch Bemalung und Patinierung.


Hier drei kleinere Ställe, alle mit Ziegeleindeckung, davor die     Fotokartonstreifen.


Neben den Fotokartonstreifen, sind nur ganz wenige Werkzeuge und Hilfsmittel erforderlich. Das ist wie immer bei dieser Art des Häuserbaus, der Cutter, ein oder zwei Scheren, Doppelklebeband und etwas Holzleim um Lücken, welche nicht vom Klebeband bedeckt sind, zu schließen.

Die verschiedenen Kamine der Häuser auf den Dächern werden wiederum auf die gleiche Weise wie beim Häuserbau selbst hergestellt. 1mm dicke Kartonstreifen werden an die Neigung des Giebels angepasst. Stimmt die Neigung, können die 4 Seiten des späteren Kamins aus Karton ausgeschnitten werden. Diese werden dann mit Weißleim zum Kamin verklebt. Dieser Kamin aus Karton sollte dann gut durchtrocknen (Weißleim).

Dann werden die 4 Seiten des Kamins wieder mit Doppelklebeband beklebt und die dünne Knetmasse kann aufgebracht werden. Dazu kann der Kamin in die Knetmasse regelrecht eingewickelt werden. Mit einem Skalpell, wird wie üblich die überstehende Knetmasse weggenommen und die einzelnen Steine können nun in den Kamin eingraviert werden.




Im März 2007 war es dann endlich soweit. Nachdem die Häuser, Mauern und Tore etc. in ihrer Grundstruktur fertig waren, konnten wir mit dem Aufbringen der Figuren beginnen. Dazu trafen sich dann Dirk Tietten, Wolfgang Meyer und Jan Marschner, der noch am Bau der ersten Platte beteiligt war, in unserem großen Arbeitsraum in Aachen. Hier wurde dann von Freitagmorgen bis Sonntagabend am Diorama gearbeitet.

Da ja hunderte von Figuren in engen Marschkolonnen auf die Grundplatte aufgebracht werden mussten, hätte mit den Gebäuden auf der Platte große Enge und Platzmangel geherrscht. Also mussten die Figuren zuerst aufgebracht werden. Das klappte allerdings vorzüglich, da man mit den Gebäuden und Figuren immer wieder Stellproben machen konnte, um Perspektive und Choreographie zu überprüfen. Dies soll der nachfolgende Bildbericht dokumentieren. 



                                   ( Bild: Kai von Westerman )

             ( erste Stellproben der stehenden Ungarn (Art-Figuren) )



                                  ( Bild: Kai von Westermann )


                                    ( Bild: Kai von Westerman )

                     ( der ganze Arbeitsraum stand voller Figuren )



                                    ( Bild: Kai von Westerman )

( Nach Überprüfung der Figurenaufstellung wurden diese wieder, sowie die Gebäude weggenommen und die leere Straße wurde mit Doppelklebeband beklebt. Unsere verwandten Materialien zum Dioramenbau sind also recht eingeschränkt und wiederholen sich immer wieder. )



                                  ( Bild: Kai von Westermann )

( Die Straße war nun vollständig mit Doppelklebeband beklebt. In kleineren Segmenten wurde die Klebefläche nun freigelegt. Hier konnten jetzt die ersten Ungarn mit ihrer Bodenplatte aufgeklebt werden. )



                                    ( Bild: Kai von Westermann )

(Dann wird die Spachtelmasse angesetzt. Drei gleiche Teile, Oxidbraun, Schwarz und Wasser. Die Farben sind einfache preiswerte Dispersionsfarben aus dem Baumarkt. Nachdem die Farbe mit dem Wasser gut verrührt ist, kommt das Massepulver hinzu. Hier jetzt auch ein preiswerter Fugenfüller aus dem Baumarkt. )



                                  ( Bild: Kai von Westerman )



                                   ( Bild: Kai von Westerman )

( Die Masse wird jetzt mit einem Spachtel gut verrührt und ca. 10 Minuten anziehen gelassen. Sie hat dann die richtige Konsistenz.)



                                  ( Bild: Kai von Westerman )

( Nun kann, um die aufgeklebten Figuren herum ,die Spachtelmasse aufgebracht werden. Die Bodenplatten der Figuren sollten jetzt ebenfalls bedeckt werden. Das ganze funktioniert natürlich nur bei verschlammten Wegen. Wird ein Diorama bei trockener Witterung dargestellt, sollte man die Bodenplatten abschneiden und die Figuren auf dem harten Untergrund direkt mit den Füßen aufkleben. )



                                   ( Bild: Kai von Westermann )



                                       ( Bild: Kai von Westerman )



                                    ( Bild: Kai von Westerman )

( Während Dirk Tietten und Jan Marschner die Figuren einsetzen, arbeitet Wolfgang Meyer weiter an der Topographie des Geländes. Es handelt sich hier um weiße und blaue Hartschaumplatten aus dem Architekturbedarf. Diese gibt es in allen Stärken. Zwischen den beiden Häusern erkennt man die zur Treppe aufgebaute "Rampe" ins Dorf. Diese wird später auch mit Spachtelmasse angefüllt. )



                                    ( Bild: Kai von Westerman )

( Die Platten selbst werden mit einem Hartschaumkleber aus dem Baumarkt verklebt. )



                                   ( Bild: Kai von Westerman )

( An den Straßenrändern wird jetzt schon Heki-Langgras in die noch frische Spachtelmasse gedrückt. )



                                  ( Bild: Kai von Westerman )

( Das Heki-Langgras stellt sich schön nach oben, kann aber auch in die Masse reingedrückt werden. )



                                    ( Bild: Kai von Westerman )

( Mittlerweile wachsen die Truppenstärken auf den Straßen an. Kleine Zwischenkontrollen auf Augenhöhe sind immer sinnvoll. Sind die Figuren einmal fest in der Spachtelmasse drin, ist es zwar nicht unmöglich hier noch zu korrigieren, aber es ist Mehrarbeit angesagt. )



                                         ( Bild: Kai von Westerman )



                                    ( Bild: Kai von Westerman )

                 ( Langsam sind die Strukturen schon zu erkennen. )




Kurz vor der "Intermodellbau" in Dortmund waren die Arbeiten soweit abgeschlossen. Die Häuser standen mittlerweile fest aufgeklebt auf den Platten ebenso wie die Figuren. Als letztes wurden die Figuren im preußischen Lazarett eingesetzt. Hier hatten wir noch kurz vor Schluß die von Wolfgang Gebranzig (Wogelin) gemasterte preußische  Lösch-Truppe ( siehe auch Figuren )  als Zinnabguß bekommen.

Jetzt mussten nur noch Feinarbeiten ausgeführt werden, Bäume setzen, Efeu-Bewuchs an den Häusern und Mauern anbringen bzw. kleine Spachtelarbeiten die noch getätigt werden mußten.



                                      ( Bild: Kai von Westerman )



                                  ( Bild: Kai von Westerman )



                                      ( Bild: Kai von Westerman )

( Die kleineren Bäume werden eingesetzt. Alle Modellbäume wurden durch Herrn Mark Isler, Fa. Modelldesign.net, extra für unser Diorama angefertigt. Alles ist Handarbeit aus geflochtenen und dann ummantelten Drähten, die Belaubung ist von der Fa. Mini-Natur. Herr Isler hat hier erstklassig gearbeitet. Verklebt haben wir die Bäume mit UHU-Hart Klebstoff .)



                                       ( Bild: Kai von Westerman )

( Die großen Bäume sind alle mit einem Schraubstift versehen, hier wird nun eine Moorbirke geklebt. )



                                  ( Bild: Kai von Westerman )

( Die Bäume stehen gerade. Unter die Bäume werden dann noch Einzelblätter der Fa. Mini-Natur (Spätherbst) als gefallenes Laub gestreut. )



                                      ( Bild: Kai von Westerman )

( Für das Langgras haben wir Heki-Langgras (Bergwiese) verwendet, für den Efeu-Bewuchs ebenfalls Belaubungsmatten der Fa. Heki. Das Langgras wurde wiederum in die frische Spachtelmasse leicht eingedrückt. )



                                   ( Bild: Kai von Westerman )

( Die Belaubungsmatten werden wiederum mit UHU-Hart aufgeklebt. )



                                       ( Bild: Kai von Westerman )

( Hier erkennt man sehr gut die Größe der "Eichen" . Diese sind 27-32 cm hoch. )



                                     ( Bild: Kai von Westerman )

( Schluss- und Höhepunkt, war dann das Einsetzen des "Gemeindebrunnens" von Cröbern. Von Wolfgang Gebranzig ( Wogelin ) nach alten Originalfotos gemastert und in Resin abgegossen, erreichte uns dieser noch per UPS-Express aus Schweden, kurz vor Beginn der "Intermodellbau".



                                      ( Bild: Kai von Westerman )

( So sah dann der Brunnen im ersten fertigen Dioramensegment aus. Zwei Figuren, welche diesen Brunnen bedienen befinden sich übrigens in Arbeit. So endete dann der Bau des ersten Dioramenteils. )




Nach ausführlichen Absprachen untereinander und natürlich auch mit unseren Figuren-Modelleuren und Figuren-Lieferanten, planen wir unsere Ortschaft Cröbern nach  Osten hin um 2 Platten zu erweitern.

Diese beiden Platten werden auch wieder 1,20m breit und 1,40m tief werden. Wir möchten versuchen, diese 3 Teilobjekte, die dann ja schon 3,60m x 1,40m abmessen, wieder auf der "Intermodellbau 2008" in Dortmund auszustellen.

Geplant haben wir den Aufmarsch des 2. Batallions "Esterhazy", welches ja schon in einer Stärke von 200 Figuren über unsere 1. Platte marschierte. Hier werden jetzt noch 600 Figuren hinzukommen, so, dass die Originalstärke von knapp 800 Figuren erreicht wird. Dieses Ungarn-Batallion wird dann östlich des Dorfes eine Reservestellung einnehmen. Die Figuren hierfür sind schon teilweise bemalt, bzw. der Rest wurde schon bei Jörg Schmäling bestellt.

Diese weiteren 600 Ungarn kommen jedoch nur durch den Hof der Familie "Jahn",(siehe Skizze, Ortsliste 36) nach Osten hin aufs freie Feld. Nach Überlieferungen der Dorfbevölkerung wurde damals eine Wand eines Wirtschaftsgebäudes des "Jahn'schen Hofes "durch die Österreicher eingerissen. Erst durch diesen Durchbruch gelangte dann die österreichische Infanterie aufs Feld.

Diesen Mauer-Durchbruch möchten wir mittels einer österreichischen Pioniertruppe darstellen. Jörg Schmäling hat sich freundlicherweise bereiterklärt, diese arbeitenden Pioniere mit in sein Programm aufzunehmen.

Ein "Highlight", so glauben wir jedenfalls, wird jedoch der Sammelplatz der russischen Lubny-Husaren werden. Dieses russische Husarenregiment welches, schon seid dem frühen Morgen in härteste Kampfhandlungen mit der französischen und polnischen Kavallerie verstrickt war und ca. die Hälfte seiner Mannschaften ,250 von 500, verloren hatte, konnte nun erstmal Luft holen. Durch die mittlerweile komplette österreichische Kürassier-Division abgelöst, sammelten sich die Lubny-Husaren östlich des Dorfes um ihre verletzten Kameraden zu versorgen und ihre Toten zu zählen.

Wir werden versuchen diesen Sammelplatz so realistisch wie möglich zu zeigen, das heißt, die Lubny-Husaren natürlich in ihrer 1813-er Felduniform. Mit angezogenem Pelz oder eben ganz ohne Pelz. Dazu die Husaren natürlich in allen möglichen Haltungen, Verletzte, Abwartende,Abgesessenene und einige schöne Sonderfiguren. Auch hier hat sich Jörg Schmäling wieder dankenswerter Weise bereit erklärt, diese russischen Husaren zu kreieren. Wir denken, das wird eine sehr lebendige Szenerie im Diorama werden, 250 russische Husaren in passenden vielfältigen Haltungen. Wir freuen uns jedenfalls sehr darauf.

Desweiteren werden natürlich im erweiterten Dioramengelände wieder zurückgegangene russische und preußische Verletzte sein und natürlich wieder der ein oder andere Zivilist. Auch hier werden wir versuchen, wieder besonders stimmige Szenen zu zeigen.



(Hier die Skizze mit dem geplanten weiteren Diorama. Zu sehen sein, werden die beiden Höfe der Familien "Jahn, 36" und "Schuster, 35 . Dazu noch ca. 10 kleinere einstöckige Häuser bzw. Katen. Diese befanden sich an der späteren Wiesenstraße, die 1813 allerdings nur ein schmaler Fußweg war.)


November 2007:


Der Weiterbau des Dioramas mit der 2. und 3. Platte hat nun begonnen. Um eine exakte Angleichung aller Dioramen-Segmente zu gewährleisten, musste natürlich ein vollkommener glatter und ebener Untergrund geschaffen werden. Dazu wurde ein Tisch mit den Maßen 1,41m x 3,63m gebaut. Auf diesem Tisch können nun problemlos immer drei Dioramen-Segmente angeglichen werden.



( Der Dioramenbau-Tisch, 1,41m x 3,63m. Im Hintergrund das erste Bauelement. Die Platten 2 und 3 haben auch wieder eine 9mm Birkenmultiplex-Platte als Untergrund und darauf die Styrodurplatten.)


Mittlerweile stehen auch wieder ca. 1000 durch Dirk Tietten  bemalte Figuren für das Cröbern-Diorama in Reserve. In erster Linie natürlich wieder die Art-Figuren von Jörg Schmäling. Hier warten wir nun noch auf die 250 russischen Lubny-Husaren, die wohl in absehbarer Zeit die Produktionsstätte von Jörg verlassen werden. Ebenso werden auch die Österreichischen Pioniere noch pünktlich zum Bemalen eintreffen.



(1000 bemalte Figuren für das Cröbern-Diorama. Bemalung der Figuren: Dirk Tietten. Hier sieht man schon gut, wie später die österreichischen Regimenter außerhalb des Ortes wirken werden. Da werden noch viele Großbestellungen bei Jörg nötig sein.)



                             (Hof der Familie "Jahn", Ortsliste 36)

(Foto mit freundlicher Genehmigung durch Herrn W. Sroka, Markkleeberg)


Durch den Hof der Familie Jahn zog damals die österreichische Infanterie. Die Giebelseite des rechten Gebäudes ist vermutlich zu späterer Zeit erneuert worden. Ansonsten lässt sich dieses Gehöft gut rekonstruieren.

Der Bau dieses Gehöftes und der umliegenden Gebäude hat begonnen. Zur Dachgestaltung gibt es in Zukunft noch Alternativen, davon dann später mehr.


Mittlerweile sind wieder etliche Baum-Modelle für unser Diorama eingetroffen. Für die Weiterführung des Platzes "Am Dorfbrunnen" benötigten wir ja noch einige Eichen. Um den Blattstand der Bäume Mitte Oktober so realistisch wie möglich zeigen zu können, muss man sich auch damit ernsthaft auseinander setzen. So kann der Verwelkungszustand einzelner Bäume der gleichen Art zum gleichen Zeitpunkt doch variieren.

So haben wir versucht von Früh-Herbst-Belaubung bis Spät-Herbst-Belaubung alles zu zeigen. Es gibt aber eben auch Bäume, welche ein Zwischenstadium zeigen. Hier hat Herr Mark Isler von der Firma  modelldesign.net wieder hervorragend gearbeitet. Ein Spiegelbild der Natur Mitte Oktober.



               (Stieleiche ca. 25 cm hoch mit einer Mischbelaubung)





Januar 2008:

Da bei unserem Dioramenprojekt später zahlreiche Dioramensegmente aneinander gesetzt werden, müssen diese natürlich höchst präzise verarbeitet werden. Ein späteres Verziehen einzelner Platten würde die Passform des ganzen Dioramas in Frage stellen.

Das heißt, die Maße der einzelnen Platten müssen exakt eingehalten werden. Grundgerüst unserer Segmente ist ja die 9mm Multiplexplatte aus Birkenholz. Diese lassen wir im Baumarkt in der Größe 1,20 m x 1,40m schneiden.

Beim Verkleben der Holzplatte mit den Styrodurplatten braucht man auf jeden Fall immer eine gerade Arbeitsfläche. Das kann ein verwindungsfreier stabiler Tisch in dieser Größe bzw. ein ebener Fußboden sein.

Die Styrodurplatten kann man optional mit einem Styrodur-Heißschneider, einer Kreissäge bzw. mit einem stabilen Cutter schneiden. Wir haben uns für die Methode mit dem Cutter entschieden.

Kleben kann man die Styrodurplatten mit Strodurkleber, mit normalem Weißleim oder auch mit Epoxyharz. Die Abbindezeiten des Klebers und dessen Klebefähigkeit sind dabei höchst unterschiedlich. Hier sollte man mit kleineren Werkstücken vorher experimentieren.

Die besten Ergebnisse wurden bei Versuchen mit Epoxsyharz erzielt. Durch diesen Tip von Hobbyfreund Heiko Reindel aus Duisburg sind wir für die noch kommenden Dioramenteile bestens gerüstet. Heiko erklärte sich bereit, sein im Beruf erworbenes "know how" im Umgang mit Styrodur und Holz, in unser Dioramenprojekt mit einfließen zu lassen.

Nachfolgend werden die Arbeitsschritte eines Platten-Aufbaus beschrieben:



( Die Styrodur-Platte, 120cm x 60cm x 6cm, wird mit Schleifpapier - 100er bis 120er Körnung, aufgeraut. Alle nachfolgend aufgebrachten Klebstoffe verbinden sich so wesentlich besser mit dem Styrodur. Das gilt für alle Styrodurplatten. )



( Epoxyharz wird in einen Pappbecher gefüllt. Alle nachfolgenden Schritte werden immer mit einer Grammwaage kontrolliert. Die Mengen der einzelnen verwendeten Substanzen sollten hier genau stimmen. Es werden später mehrere verschiedene Härter zugegeben. Die einzelnen Mengen sind alles Erfahrungswerte, die Heiko Reindel im Laufe der Jahre gesammelt hat.)



                                    ( Ein Härter wird zugegeben )



       ( Mit der Gramm-Waage werden alle Mengen genau abgestimmt )



( Nachdem diese Epoxyharz-Mischung gut verrührt wurde, wird sie mit einer Rolle aus dem Malerbedarf auf die Holzplatte und ebenfalls auf die Styrodur-Platten aufgebracht. Es handelt sich hier erst um eine Vorbehandlung um die Klebetauglichkeit nochmals zu erhöhen.)



               ( Auch die Styrodurplatten werden so vorbehandelt )



(Sind die Holzplatte und die Styrodurplatten vorbehandelt, kommt der nächste Schritt. Die Mischung der eigentlichen Epoxidharz-Paste, welche Styrodur und Holz verklebt. Die Mischungen sind wieder ähnlich wie bei der Vorbehandlung, nur werden jetzt hier größere Mengen gebraucht. Die verbrauchte Menge ist letztendlich auch von der Beschaffenheit des Styrodurs abhängig. Styrodur mit Wabenbildung erfordert eine größere Menge an Epoxyharz als vollkommen glatter Styrodur. Auf dem Bild wird wieder der Härter zugegeben. )



                              ( Ein weiterer Härter wird zugegeben )



                      ( Hinzu kommt jetzt ein Verdickungspulver )



( Das Verdickungspulver wird anschließend mit dem Epoxyharz gut verrührt. )



( Nun hat die Mischung aus Verdickungsmittel, Epoxyharz und zwei verschiedenen Härtern die richtige Konsistenz. Die Masse "steht" und klebt am Rührlöffel. Jetzt kann sie zum Verkleben eingesetzt werden. )



( Zuerst wird die Epoxyharz-Paste mit einem kleinzahnigen Spachtel auf die Holzplatte lückenlos aufgetragen. )



( Heiko Reindel bringt die Epoxyharzpaste auch auf die Styrodurplatten auf. Der kleinzahnige Spachtel hat den Vorteil, dass nur minimale Pasten-Stränge auf die Platten gelangen. Dadurch wird ein späteres "Wegschwimmen" der angepreßten Platten vermieden. )



( Nun können die einzelnen Styrodurplatten exakt an den Rändern der Holzplatte ausgerichtet werden. Dabei ist es wichtig, dass die Kanten genau übereinander liegen. )



                                          ( Die Kanten passen )



( Letztendlich werden die so verklebten Platten mit geeigneten Gewichten beschwert. In diesem Falle mussten volle Farbflaschen und zwei alte Küchenarbeitsplatten herhalten. )


Die so verklebten Platten benötigen ca. 24 Stunden zum abbinden. Dann ist die Epoxyharzpaste vollkommen ausgehärtet und bombenfest.


März 2008


In der ersten März-Woche konnten schließlich die zweite und dritte Dioramenplatte in unserem Arbeitsraum in Aachen montiert werden. Es fehlen zwar noch einige Mauern, Tore, Häuser und die komplette Begrünung (Bäume etc.), aber die Figuren konnten zum Großteil schon aufgebracht werden. So wurden ca. 600 Esterhazys und ca. 300 russische Lubny-Husaren auf den beiden Platten aufgebracht.

Jörg Schmäling schickte auch im Laufe der Woche noch die österreichischen Pioniere, welche Dirk Tietten in einer Eilaktion bemalte. Wir haben versucht die Ungarn und die russischen Husaren in historisch korrekten Formationen darzustellen. So schwenken die Ungarn aus ihrer Marschformation in eine Battalions-Kolonne. Dabei stehen alle Offiziere und Unteroffiziere an ihren zugewiesenen Plätzen.Bei den Lubny-Husaren stehen zwei Schwadronen schon in Linie während die dritte und vierte Schwadron gesammelt wird. Hier einige Impressionen vom Aufbau.



             ( Blick von der zweiten Platte Richtung " Am Dorfbrunnen" )



  (Der Jahn'sche Hof, allerdings noch ohne Mauern, Tore und Begrünung.)



( Dirk Tietten werkelt im Bereich des Mauerdurchbruches des Jahn'schen Hofes)



                                (Die Lubny-Husaren sammeln sich)








(Die österreichischen Pioniere (Art-Figuren) erweitern den Durchbruch durch die Scheune des Jahn'schen Hofes. Dirk Tietten bemalt die Trümmerstücke.)



(Beim Esterhazy-Regiment sind noch ein paar Lücken zu erkennen. Hier werden noch Offiziere und Unteroffiziere eingesetzt. Die Truppen stehen sehr eng, Schulter an Schulter.)



(Major Haasz von Marteny, Kommandeur des 2. Battalions des 32. Infanterieregiments -Esterhazy-, überwacht den Aufmarsch seines Battalions in Battalions-Kolonne.)



(Die 4. Kompanie des Esterhazy-Regimentes marschiert zum Jahn'schen Hof)


Nach allen ausgewerteten Quellen zur Völkerschlacht landete alles was nur eben "brennen" konnte in den Biwakfeuern der Armeen. Dazu zählten natürlich in erster Linie Türen und Tore, Fensterschläge, Zäune sowie alles erdenkliche aus Holz.

Auch Holztreppen in den Häusern, Schränke, Truhen und sogar Musikinstrumente wurden verbrannt. Auch diese Aspekte wollen wir im Diorama zeigen. So gibt es die durch Thorsten Burgdorf wunderbar gestalteten Möbel im Maßstab 1/72. Als neuestes Modell gibt es auch ein Klavier.

Den passenden Klavierspieler dazu, einen verwundeten russischen Offizier hat uns dann schließlich Jörg Schmäling gemastert.

In unserem Diorama wird dieses Ensemble im Hof der Familie "Grunewald" zu sehen sein. Alle Möbel wurden aus dem Haus geschleppt um daraus Kleinholz zu machen. Auch der ganze Stolz der Dame des Hauses, das Klavier, wird diesen Weg gehen. Unser russischer Offizier kann es jedoch nicht lassen, nochmal kurz darauf zu spielen. Sofort finden sich im ganzen Chaos auch ein paar Zuhörer.



                 ( Hof der Familie Grunewald, noch in der Bauphase )



                               ( Hof Grunewald, in der Bauphase )



                                   ( Kleinholz für die Biwakfeuer )









  (Klavier und Hocker, Thorsten Burgdorf / Klavierspieler, Jörg Schmäling)




Die Planungen der nächsten drei Platten haben begonnen. Fast alle Infanteristen ( ca. 1300 Ungarn ) sind bereits durch Dirk Tietten bemalt worden und stehen zum Einbau ins Diorama bereit.

Auf den Platten 4,5 und 6 wird in der Hauptsache die "Güldengossaer Straße" dargestellt. Das Herzstück des Dioramas.

Die Güldengossaer Straße ist zum Zeitpunkt unserer Darstellung total verstopft Zurückgegangene preußische und russische Artillerie steht hier in den engen Gassen. Dazu kommen Trainfahrzeuge und Bagagefahrzeuge aller Art. Verwundete Preußen und Russen suchen den Weg zum Hauptverbandsplatz, dem "Peterman'schen Gasthof. Dazu kommen noch zurückgegangene preußische und russische versprengte Einheiten.

Durch dieses Chaos versuchen sich die Ungarn Bianchis ihren Weg zu bahnen. Das I. Esterhazy-Batallion und das II. Simbschen-Batallion befinden sich auf der Güldengossaer Straße. Beim Austritt aus dem Dorf bekommt der Kommandeur des II. Bat. Simbschen, Major Rubendunst von Ritter durch Oberst Latour (Adjutant im Generalstab Schwarzenbergs) den Auftrag Richtung Schäferei Auenhain abzurücken. Eigentlich ein Himmelfahrtskommando nur mit einem Batallion gegen mehrere gut verschanzte französische Divisionen samt ihrer Artillerie anzurennen. Durch diese Aktion wird der weiter aufmarschierenden österreichischen Reserve-Infanterie jedoch weitere Zeit verschafft.

Diese Befehlsübergabe wollen wir im Diorama darstellen. Die Recherchen dazu laufen zur Zeit dankenswerter Weise durch unseren Mitstreiter Dr. Michael Schwab im Archiv des Wiener Armee-Museums.

Wir möchten also die Güldengossaer Straße darstellen, dazu fünf Bauernhöfe welche direkt nördlich an der Güldengossaer Straße liegen. Eines der dargestellten Gehöfte wird bereits brennen. Östlich des Dorfes auf Platte 6 gibt es eine größere Straßenkreuzung (eher unbefestigte Feldwege). Rund um diese Wegekreuzung lagert eine komplette russische Batterie samt ihres Trains und ihrer Munitionswagen. Östlich des Dorfes steht das I. Bat.48/Simbschen in Batallionskolonne in Reserve. Das sind schon mal ca. 750 ungarische Füsiliere.

Östlich und nördlich des Dorfes gibt es wiederum Gärten und Wiesen welche wir darstellen möchten. Nordöstlich des Dorfes steht ein österreichisches Kürassierregiment abwartend in Reserve. Das werden mindestens ca. 400 Kürassiere werden. Diese Kürassiere werden durch Jörg Schmäling zur Zeit gemastert. Da diese abwartenden Truppen allesamt im Einzugsbereich der französischen Batterien liegen welche sich  bei der Schäferei Auenhain eingegraben haben wird es auch verletzte ,gestürzte und tote Kürassiere geben. Dazu dann auch scheuende und hochsteigende Pferde. Wir denken, dass dort klasse Szenen entstehen werden.

Das gleiche gilt auch für die abwartenden Ungarn, hier entstehen durch Jörg Schmäling ebenfalls verwundete und tote ungarische Füsiliere.

Darüberhinaus wird Jörg auch den russischen und preußischen Fuhrpark in seinem Programm ausbauen. Hier wird es dann auch viele neue Zugpferde inklusive verletzter und liegender Pferde geben.

Dazu arbeitet Niels Rullkötter an einer Unmenge von Exponaten, Trainfahrzeuge (siehe Figuren) aller Art mit den dazugehörenden passenden Figurengruppen. Er arbeitet außerdem an der kompletten russischen Batterie.

Wir hoffen diese drei Platten zusammen mit den ersten dreien natürlich wieder auf der Intermodellbau 2009 in Dortmund zeigen zu können.



    ( SLUB Dresden / Deutsche Fotothek, Schumacher, Klaus-Dieter 2006 )

(Ausschnitt aus der sächsischen Generalstabskarte von 1780-1806, Meilenblätter von Sachsen hergestellt unter Leitung Friedrich Ludwig Aster , sächsisches Ing.-Korps)



   ( SLUB Dresden / Deutsche Fotothek, Schumacher. Klaus-Dieter 2006)




Vom 01.04.09 bis zum 05.04.09 haben wir uns getroffen um die nächsten 3 Dioramenelemente zu gestalten. Dabei hatten wir glücklicherweise die Zeit um täglich ca. 12 Stunden am Diorama zu werkeln. Während dieser 5 Tage mußten ca. 600 österreichische Kürassiere, ca. 1000 Ungarn und ungefähr 100 Wagen/Geschütze auf die Platten gebracht werden. Das heißt, diese Fahrzeuge sind fast alle bespannt und inclusive Bedienungsmannschaft.

Dazu kamen dann natürlich noch die ganzen Höfe der Güldengossaer Straße mit ihren kleinen integrierten Szenen. Bis zur Intermodellbau 2009 in Dortmund müssen noch einige Kleinigkeiten am Diorama vervollständigt werden.

Wir können allerdings sagen, dass alle Figuren aufgebracht sind. Einige Fahrzeuge sind sogar übergeblieben, da war dann einfach nicht mehr der geeignete Platz im Diorama vorhanden.


Nachfolgend ein paar Impressionen vom Aufbau:




( Niels beim bemalen der Übergänge zwischen den Artilleriepferden der Russen )



     ( Dirk beim einspachteln der Gärten hinter der Güldengossaer Straße (



( Die Güldengossaer Straße, rechts der große Stall des "Petermanschen Gasthofes" und links der Stall der Familie "Schoppe". Dazwischen versucht das 1. Esterhazy-Batallion durch preußische Artillerie und Train zu gelangen. )



               ( Russische Artillerie hinter der Güldengossaer Straße )



                   ( Russische Artillerie durchquert eine Obstwiese )



                                          ( Russische Artillerie )



                                           ( Russische Artillerie )



( Das 1. Simbschen-Batallion steht in Batallionskolonne in Reserve. Dieses Batallion wird später zusammen mit den Grenadieren "Calls" die Schäferei Auenhain erobern. )



( Das 1. Simbschen Batallion. Im Hintergrund sieht man das 2. Esterhazy-Batallion aufmarschieren. )



( Österreichische Reservereiterei steht nordöstlich Cröberns in Reserve. Die 2. Kürassiere stehen in Divisionskolonne, die 4. Kürassiere dahinter in Kolonne zu Schwadronen. )



                               ( Erzherzog-Franz-Kürassiere Nr. 2 )



             ( Die 4. Kürassiere, dahinter das 1. Simbschen-Batallion )



                  ( Stab der Kürassierbrigade mit dem GM Rothkirch )



                               (Österreichische Kürassierregimenter )



             ( Granateneinschlag bei den Erzherzog-Franz-Kürassieren )





Bei der stetig wachsenden Größe unseres Dioramas mussten wir uns so langsam um Lagerungs- und Transportprobleme der einzelnen Elemente kümmern. Mittlerweile brauchen wir schon einen 7,5 Tonner mit Ladebühne wenn wir mit unserem Diorama auf Reisen gehen.

Schon vor der letzten Intermodellbau hatten wir dazu Transportkisten für die einzelnen Elemente anfertigen lassen. Diese sind stapelbar und gewähren eine platzsparende und transportsichere Lagerungsmöglichkeit für die einzelnen Module.



     (Transportkisten mit eingelassenen Tragegriffen für 8 Cröbern-Module)


Bis zur nächsten Intermodellbau 2010 möchten wir ja die Fläche unseres Dioramas verdoppeln. Hier wird in erster Linie der Aufmarsch der Grenadierdivision " Weißenwolf" zu sehen sein. Acht komplette Grenadierbatallione in voller Stärke, schon stehend oder in die Batallionskollonne einschwenkend.

Eins dieser Batallione steht kurz vor dem Abrücken in eine neue Reservestellung.

Dazu kommen noch ca. 250 ungarische Füssiliere des e. Bat. "Simbschen" welche sich noch am Ende der Marschkolonne in Höhe der Cröberner Wassermühle befinden.

Weiterhin werden abwartende österreichische Munitionswagen mit ihrem Train zu sehen sein. Darüberhinaus gibt es noch zurückgezogene russische Husaren und russische Kürassiere welche ihre Pferde am Göselbach tränken.

Jörg Schmäling ist gerade dabei russische Kosaken zu modellieren, welche französische Gefangene in den Rückraum Richtung Sestewitz eskortieren.

Wie immer wird es darüber hinaus noch schöne Spezial- und Detailszenen geben welche das Bild abrunden werden.

Vom Terrain her wird es diesmal auch sehr abwechslungsreich werden. Wir haben auf den kommenden Platten die Wiesenstraße, mit ihren kleineren strohgedeckten Häusern und ihren Gärten, die etwas in Richtung Göselbach abfällt.

Weiterhin gibt es ein L-förmiges Gehöft mit insgesamt drei Weihern.

Landschaftlicher Höhepunkt wird jedoch die Cröberner Wassermühle mit dem Bachlauf der Gösel und dem abzweigenden Mühlgraben werden. Glücklicherweise habe ich zu dem letzten Cröberner Mühlenbesitzer Kontakt bekommen, welcher uns hilfreich zur Seite gestanden ist. Durch seine Erklärungen bzw. Skizzen und alten Fotos können wir die Wassermühle recht gut rekonstruieren. So bestand die damalige Mühle aus einem L-förmigem Wohn-Stallgebäude mit einer anschließenden Scheune. Hiebei handelte es sich um einen Lehmbau.

Am Mühlgraben selbst stand ein etwas neueres Wohnhaus in Ziegelbauweise. In der zweiten Hälfte dieses massiven Baus war die Wassermühle mit ihrem Mühlrad integriert. Bereits nach dem zweiten Weltkrieg wurde jedoch der Mühlgraben zugeschüttet. Die Cröberner Mühle wurde auf Elektrizität umgestellt. Der Göselbach führte im Sommer einfach zu wenig Wasser um rentabel arbeiten zu können.

In dieser Rubrick werde ich demnächst den Bau der Cröberner Wassermühle mit Fotos und einer Baubeschreibung dokumentieren.



(Skizze der gesammten 12 Platten, die unteren 6 Platten kommen neu hinzu. Jede Platte 1,20m x 1,40m. Auf den unteren Platten sieht man die 8 Grenadierbatallione. Auf der unteren Platte rechts werden die französischen Gefangenen mit den russischen Kosaken zu sehen sein. Am Göselbach, mit (R.K) bezeichnet werden die russischen Kürassiere und Husaren ihre Pferde tränken.)



(links die Häuser der Cröberner Mühle, vorne mit dem abgewalmten Dach der L-förmige ältere Bau in Fachwerk/Lehmbau-Weise. Dahinter das Mühlengebäude in Backsteinoptik.)

    (Bild mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Sroka, Markkleeberg)



                         (Innenhof vor der Mühle, älterer Lehmbau.)

             (Mit freundlicher Genehmigung Herr Schulze, Markkleeberg)



 (die Cröberner Mühle aus Richtung des zugeschütteten Mühlgrabens her gesehen. Links die Mühle, rechts die Scheune und in der Mitte im Hintergrund das alte Wohn-Stallhaus.)

      (Bild mit freundlicher Genehmigung, Herrn Schulze, Markkleeberg)



(An dieser Stelle führte die Bornaische Poststraße über den Göselbach. An der Brücke befand sich ein Wehr um die Gösel dort stauen zu können. Rechts im Bild befand sich eine Staumauer um einen Übertritt des Wassers in Richtung Mühlgraben bzw. Mühle zu verhindern. Die Gösel hatte hier schon eine beachtliche Breite.)

     (Bild mit freundlicher Genehmigung, Herr Schulze, Markkleeberg)



                       (Skizze des Mühlen-Areals mit Maßangaben)

       (Mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Schulze, Markkleeberg)





Der Landschaftsbau zu unseren neuen sechs Platten ist ebenfalls in vollem Gange. Zu den neuen Gebäuden haben wir dieses mal auch sehr viel Landschaft. Zu den Wiesen und Feldern kommen ja auch große Wasserflächen hinzu. Hier haben wir nun 3 Teiche und auf drei Platten den Göselbach mit 3,60 Meter Länge. Dazu noch Mal den Mühlgraben mit ca. 1 Meter Länge.

Nach mehreren Experimenten haben wir uns für die Darstellung der Wasserflächen mittels Plexiglas und Windowcolors entschieden.

Zum folgenden WIP der Wassermühle folgt also auch eine Beschreibung und Dokumentation der Wasserflächen. Hier vorerst mal ein Teststück.



  ( Teststück Wasserfläche mittels Plexiglas und Windowcolors-Bemalung )





Der Countdown zur Intermodellbau 2010 im April in Dortmund hat begonnen. In der kommenden Woche haben wir wieder ein 5-tägiges Treffen zum Dioramenbau. Auf mehr als 10 qm Fläche wollen 12 Häuser, 1 Wassermühle, 1 Bachlauf mit 3,60 m Länge und drei Teiche aufgebracht werden.

Dazu natürlich mehr als 6000 Figuren , fast alle durch Dirk bemalt,  jede Menge österreichische Wagen, ein Verwundetentransport in Richtung Rötha und der Gefangenentransport. Da sind die kleinen Detailszenen noch nicht eingerechnet.

Nach diesem 5-tägigem verlängertem Bastelwochenende wird es hier auf der Webseite wieder viele Bilder geben. Es wird bis zur Intermodellbau daher auch viele Updates hier geben. Ich denke es wird sich lohnen.

Zur  Cröberner Wassermühle wird es hier einen ausführlichen Baubericht geben. Über 100 Fotos dazu sind schon gemacht.

Unser Hobbyfreund Thorsten Burgdorf war so freundlich uns ein Wasserrad samt Zubehör zur Wassermühle zu mastern.

Hier einige erste Impressionen:



                        ( Wasserrad Cröbern-Mühle, Thorsten Burgdorf )



( Das Mühlrad ist einem Historischen Wasserrad nachempfunden und maßstäblich nachgebaut. Das Mühlrad ist aus Teakholz gemacht. Die Holzmaserung kommt bei diesem Modell sehr gut zur Geltung. )



                               ( Mühlrad Wassermühle Cröbern )



  ( Mühlrad Cröbern Mühle, das Hintergrundhaus gehört nicht zum Diorama )



Unser 5-tägiges Dioramenbau-Treffen ist wieder beendet. Einen Großteil der neuen 6 Platten konnten wir in diesen 5 Tagen fertig stellen. So wurden über 6000 Figuren und ca. 15 Wagen mit kompletter Bespannung aufgebracht. Die Cröberner Wassermühle wird noch in den folgenden Wochen bis zur Intermodellbau fertiggestellt werden.

Ebenso fehlen noch die kompletten neuen Bäume, Sträucher, Büsche und Hecken.

Weiterhin kommen dann noch Spezialszenen, einige hundert marschierende ungarische Füsiliere des II. Bat. "Simbschen" und der komplette Stab der östereichischen Grenadiere hinzu.


Hier einige Impressionen vom Aufbau:



( Bei der Erstellung der Grenadierdivision Weißenwolff war schon eine richtige Logistik erforderlich. Die Division bestand ja aus zwei Brigaden sprich 8 Grenadierbatallionen. Jedes Batallion bestand aus den Grenadieren von drei verschiedenen österreichischen Regimentern. Das heißt, in jedem Batallion waren drei verschiedene Abzeichenfarben vorhanden. Dirk Tietten hat diese 5800 Grenadiere in den letzten Monaten in ihrer historischen Zusammensetzung komplett bemalt. Eigentlich kaum fassbar.)



   ( Von diesen  Platten mit bemalten Grenadieren hatten wir eine Menge )



                  ( Dirk beim Einsetzen des Grenadierbatallions "Call" )



( Niels beim Arbeiten an der Platte mit der Mühle, der Göselbach ist aus Plexiglas und aufgebrachten Sandwitchplatten aus dem Architekturbedarf. Beides ist auf der tragenden Holzplatte verschraubt. )



( Niels beim Anlegen eines Feldweges, Dirk beim Einsetzen der Grenadiere )



       ( Geschafft! Die Brigade Gabelkoven hat ihren Platz gefunden )



        ( Die Grenadierbrigade "Fürstenwärther" zieht vor Cröbern auf )



( Aufzug der Grenadierdivision "Weißenwolff", links die Brigade "Gabelkoven", rechts die Brigade "Fürstenwärther" )



( Durch Niels Rullkötter gemasterte Nowgorod-Kürassiere tränken ihre Pferde am Göselbach. Der Bach aus Plexiglas hat hier noch keine Window-Colors-Bemalung. Dennoch ist der Effekt der Wasserdarstellung schon sehr gut gelungen. )



( Verwundeten- und Gefangenentransport Richtung Sestewitz. Die Kosaken und gefangenen Franzosen wurden dankenswerter Weise durch Hobbyfreund Michael Bartling für unser Diorama bemalt. )



( Russische Kosaken und  Französische Gefangene, Art-Figuren von Jörg Schmäling, dazu noch viele Umbauten durch Niels )



( Gefangenenzug, in der Mitte links davor , ein österreichischer Roßarzt, durch Niels gemastert. )



    ( Österreichischer Train, durch Niels gemastert und durch Dirk bemalt )



                    ( Österreichischer Train, rechts zwei Trainoffiziere )




Nachdem Dirk Tietten und Niels Rullkötter aus dem Projekt ausgestiegen sind, arbeite ich nun alleine am Diorama.

Den versprochenen Bericht zum Bau der Cröberner Wassermühle werde ich unter der neuen Rubrik "Häuserbau" einstellen. Da dieser sehr bilderlastig ist (über 100 Bilder) würde dieser die Ladezeit dieser Rubrik nochmal verlängern.

Die nächsten Platten haben im Gegensatz zu den bisherigen eine Breite von 1,10m. Ich mußte die Breite um 10 Zentimeter reduzieren um ein späteres Transportproblem zu lösen. Die gängigen 7,5t LKWs haben alle eine genormte Breite von 2,46 m. Da ich die einzelnen Segmente jedoch in den Transportkisten verstauen muss, erhöht sich die Breite nochmal. Ich würde also auf die Ladefläche des LKW keine zwei Kisten nebeneinander verstauen können. Kleinigkeiten, die man beim Beginn der Planungen natürlich nicht berücksichtigt.

Als nächstes werde ich also die Segmente 13, 14, 15 und 16 in Angriff nehmen. Das sind 8 große Höfe auf den Platten 15 und 16, von denen 4 Höfe  brennend dargestellt werden:  Die Höfe der Familien Staub, Schubert und Gottfried Müller an der Kirchstraße , sowie der Hohenstein'sche Hof an der Güldengossaer Straße. Weiterhin bevölkern österreichischer Artillerietrain bzw. marschierende Ungarn des Regimentes Esterhazy I. die Güldengossaer Straße sowie die Bornaer Posttstraße in Richtung Markkleeberg. Die Platten 13 und 14 werden reine Landschaftsplatten mit Wiesen, Äckern und der Göselaue werden.



                   ( Plattenübersicht: Nächste Platten: 13,14,15,16, )



   ( Kirchstraße Cröbern. Foto mit freundlicher Genehmigung Herr Dietze )



( Übersichtsaufnahme der Kirchstraße vom Kirchturm der Peter und Paul Kirche Cröbern, mit freundlicher Genehmigung Frau Roth )




Neben den Gebäude und Höfe der Kirchstraße entsteht zeitgleich die Cröberner Kirche. Wie schon an anderer Stelle beschrieben, kann ich auf die genauen Aufmaßzeichnungen der Kirche zurückgreifen. Dem Denkmalamt Sachsen hier noch mal meinen herzlichsten Dank. Die Kirche entsteht nach diesen Maßen millimetergenau im Maßstab 1/72.



                    ( Aufmaßzeichnung der Südseite Kirche Cröbern )

       ( Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Repro Wolfgang Junius)



                  ( Erstes Teststück Südseite der Kirche Cröbern )


Hier das erste Teststück der Südseite der Cröberner Kirche. Zum Vergleich mit ein paar Art-Miniaturen Französische Infanterie. Hier wurden verschiedene Teile aus verschiedenen Materialien ausgelasert. Nach Bearbeitung dieser gelaserten Teile konnten diese zusammengesetzt werden. Schließlich konnte davon ein erster Resinabguss gemacht werden. Die Wand ist auf Gehrung angefertigt, so dass später alle Wände passend zusammengesetzt werden können. In der Lücke an der Wand fehlt natürlich noch der kleine Anbau mit dem Mansardendach.

Diese Arbeiten wurden durch Torsten Burgdorf gefertigt. Eine phantastische Arbeit. Die Oberfläche der Kirchenwand wirkt absolut authentisch wie Stein.

Nachdem der erste Test so erfolgreich war, kann der Bau der Kirche nun fortgeführt werden. Da wir die Kirche in Resin fertigen, werden wir sie auch später in unserem Shop anbieten können.



                ( Erstes Teststück Südseite der Kirche Cröbern , Detail )



              ( Erstes Teststück Südseite der Kirche Cröbern , Detail )


Zur Zeit ist der Kirchturm der Cröberner Kirche bei Torsten in Arbeit. Hier sind die gelaserten Teile zwar eine große Hilfe, aber bei bestimmten Sachen kommt man mit Handarbeit und zusätzlich modellierten Teilen aus Greenstuff nicht aus.



( Hier das Haupteingangsportal der Kirche, die Kirche erhält später noch einen Sockel mit einer integrierten Treppe, noch zusätzlichen rundumlaufenden drei Stufen. Hier steht mal ein Kreuzritter zum Größenvergleich neben dem Portal, aber das wird eine andere Geschichte werden. )



( Hier geht der Kirchturm dann von einer viereckigen Form in eine achteckige Form weiter, die Resinwände wurden teilweise grau grundiert um Details besser erkennen zu können )



                                 ( Detailansicht von der Turmseite )



                                 ( Südseite der Cröberner Kirche )



( Detail der Kirchturmuhr Cröberns, sie zeigt 16:08 Uhr. Dieser Zeitpunkt wird exakt im Diorama dargestellt werden. )



( Hier der untere Teil der achteckigen mächtigen Turmhaube der Cröberner Kirche. Dieser sowie die anderen Teile sind mittlerweile ebenfalls in Resin abgegossen und fertig. Zur Zeit ist die Aussichtsplattform mit der Turmspitze in Arbeit. Hier werden sich österreichische Offiziere aufhalten. )



          ( die Aussichtsplattform ist fertiggestellt, erste Malversuche )



         ( Hier der Turm mit Aussichtsplattform und dem Kirchenschiff )



( Hier der  fertiggestellte Turm. Es fehlt die Wetterfahne, diese wird noch ausgelasert werden. Der komplette Turm wird eine Gesamthöhe inklusive Wetterfahne von 62 cm haben. Dies ist die exakte Höhe der Cröberner Kirche im Maßstab 1/72. Die Fenster- und Türeinfassungen der Kirche waren aus Rochlitzer Porphyrstein. Dieser hat eine marmorierte Struktur und geht in seiner Farbskala von Rosa bis zu einem dunklen Rotbraun. Wir haben uns an Originalfarbfotos der Kirche orientiert. Der obere Teil des Turmes mit der Turmkugel besteht aus bereits stark oxidiertem Kupferblech, welches seine Farbe schon von Grünspan in ein weißliches Grau verändert hat. Dieses ist noch nicht bemalt. Hier erste Malversuche der Wände und des Porphyrsteins. )



( Details der Turmspitze, die oberen Teile werden zu einem Teil gegossen werden, so dass man die Spitze abnehmen kann. Dadurch kann man Figuren auf der Aussichtsplattform problemlos wechseln. )



           ( Turm bemalt, Dach des Kirchenschiffes wurde angepasst )



( Dach des Kirchenschiffes angepasst, Nordseite der Peter und Paul Kirche )



( Das Dach des Kirchenschiffes ist fertig montiert mit einer Grundbemalung, zum Größenvergleich hier mit Modellbäumen und russischen Husaren von Art-Miniaturen )



              ( Hier die russischen Husaren an der Nordseite der Kirche )



( Hier ein Bild des hinteren Kirchenschiffs , mit der Grundierung ,es fehlen noch Fenster und einige andere Teile )



( Hier die Kirche mit einem weiteren Gebäude zum Größenvergleich, es hat die gleiche Höhe wie die höchsten Gebäude im Ort )



Mittlerweile sind die beiden Anbauten und ein weiteres Fenster im hinteren Kirchenschiff fertig gestellt. Die Wetterfahne ist ebenfalls ausgelasert und muss nur noch aufgesetzt werden. Jetzt müssen noch die Fensterscheiben eingesetzt werden und die Bemalung mit Verwitterungsspuren zu Ende gebracht werden.  Das passt auch ganz gut, da die Zivilbevölkerung welche die Kirche beleben wird, ebenfalls kurz vor der Fertigstellung steht.



( Torsten beim Aufsetzen der oberen Kirchturmspitze. Diese kann abgenommen werden, um die Aussichtsplattform mit Figuren zu bestücken. Mit diesem Kirchenmodell in Resin welches exakt den Aufmaßzeichnungen entspricht, hat Torsten wieder ein Meisterstück erschaffen. Nach den erwähnten Abschlussarbeiten kann die Kirche ins Diorama eingearbeitet werden. )




Am 16.03.2013 war es endlich soweit, die fertigen Teile des Cröbern-Dioramas zogen aus dem Arbeitsraum in Aachen ins zukünftige Museum nach Hann. Münden. Mit tatkräftiger Unterstützung und einem neuen Transportsystem für unsere Platten konnte der Umzug vollzogen werden.



(Die neuen Transportkisten. Durch das neue System ist es möglich sehr viele Platten auf engstem Raum sicher unter zu bringen. Diese Kisten werden vollkommen geschlossen.  Dies wird uns besonders bei unserem Transport im Oktober nach Markkleeberg nützen. Da kommen doch einige Platten zusammen.)



( Auf ins Museum )


Nachdem alle Platten heil und sicher in Hann. Münden angekommen waren, sollten die Arbeiten am 17.03.2013 beginnen und bis zum 24.03.2013 fortgeführt werden.

Patrick und  Daniela hatten sich extra für diese Woche frei genommen um mir zu helfen. Donnerstag, reiste dann Isa noch nach, um sich an den Arbeiten zu beteiligen. Leider gingen uns dann heute das Baumaterial und die Figuren aus, so, dass wir unsere Bauarbeiten einstellen mussten. Eigentlich kam dass aber uns allen recht. Es ist doch schon recht anstrengend wenn man eine Woche von morgens bis abends am Diorama arbeitet.

Daniela hatte die Mammutaufgabe übernommen alle bisherigen Platten zu überarbeiten. Die Wege und Äcker, die bisher aus eingefärbter Spachtelmasse gestaltet waren, wurden durch richtige Erde ersetzt.

Hier handelt es sich um normale Erde, im Backofen erhitzt und dann mit etwas Wasser und viel Weißleim vermischt. Eine tolle Methode, übernommen vom Möckern-Diorama.

Wirkten die Wege und Äcker bisher auch schon realistisch, so muss ich doch sagen, dass die Überarbeitung sich wirklich gelohnt hat. Ein riesiger Unterschied, die Bodenbeschaffenheit ist ungemein realistischer geworden. Alles sieht aus, wie richtige Erde.

Mein besonderer Dank gilt hier wirklich Daniela, die mit stoischer Ruhe unermüdlich tagelang daran gearbeitet hat.



(Daniela beim Überarbeiten der Wege. Viele dieser Töpfe mit Erde-Leim-Gemisch waren nötig.)



(Patrick beim Einsetzen von Heki-Wiesenmatten)



(Daniela gestaltet die Äcker Richtung Auenhain. Das Erde-Leim-Gemisch dunkelt nach dem Trocknen nach und entwickelt einen leichten Glanzeffekt, genau wie matschige nasse Äcker.) 



(Eins der österreichischen Batallione, hier noch ohne Offiziere und Unteroffiziere)



( Isa beim Einsetzen eines weiteren österreichischen Batallions )



( Und noch ein weiteres Batallion )


Leider gingen uns die Figuren aus. Normalerweise hätten weitere 1800 Figuren heute per Post geliefert werden sollen. Die werden nun bei unserer nächsten Aktion verbaut.

In dieser Woche habe ich nun auch zum ersten Mal gesehen wie groß das Cröbern-Diorama wird. Bisher hatte ich nicht den Platz um alle Platten aufzubauen. Es ist schon gigantisch was hier mit dem Cröbern- und Möckern-Diorama entsteht. Man wird von der schieren Größe der beiden Dioramen erschlagen.

Es macht richtig Spaß. Ohne die Hilfe von Daniela und Patrick wäre es wohl sehr schwer geworden alles so zu Ende zu bauen wie ich es mir vorgestellt hatte.




In der dritten Aprilwoche fanden wir wieder die Zeit vier Tage am Diorama zu arbeiten. Mit tatkräftiger Hilfe von Daniela und Patrick, konnte ich einen großen Teil des Landschaftsbaus fertigstellen.

Insgesamt wurden ca. 4 Meter des Göselbachs gestaltet, dazu zwei größere Weiher. Einer in unbittelbarer Nähe des Pfarrhofes und ein zweiter am Ortsausgang Richtung Crostewitz.

Dabei wurden die Gewässer teilweise mit der Plexiglasmethode und teilweise mit Scenic Water gefertigt.



( Hier die Gestaltung mit Scenic Water. Man läßt das Wasser einfach in die präparierte Kuhle des Weihers laufen )



( Da werden schon ein paar Flaschen verbraucht werden. Zuerst bleibt die Flüssigkeit recht milchig. Je mehr das Ganze aber abtrocknet umso schneller wird die Flüssigkeit kristallklar )



( Mit einem kleinen Pinsel sollte man die Luftblasen, die sich beim Einschütten gebildet haben, wegnehmen )


Weiterhin haben wir an diesen vier Tagen jede Menge Felder, Wiesen, Wege, Gärten und Äcker geschafft. Dabei wurde massig getrocknete Erde und Leim verbraucht. Dazu haben wir noch 25 Großpackungen Heki-Wildgras verbaut.


Da ja auch der Cröberner Kirchwald noch auf der Planung stand, mussten massig Bäume gesetzt werden. Da die Solitärbäume, welche wir bisher auf dem Diorama haben, natürlich für solch einen Wald die Kosten ins Uferlose katalpultieren würden, musste ich nach Alternativen suchen.


Vor einiger Zeit stieß ich dabei auf die Modellbau-Munufaktur von Manfred Grünig, der sich auch auf den Landschaftsbau mit Schwerpunkt Baumgestaltung spezialisiert hat. Er hat ebenfalls wunderschöne Solitärbäume, die aber mit einem selbst hergestellten Laub versehen sind. Die Bäume sowie die Belaubung wirken äußerst realistisch.

Also habe ich dort eine beträchtliche Anzahl von schönen Bäumen geordert. Da man das Laub jedoch auch einzeln beziehen kann, habe ich mich mit eigenen Experimenten zum Baumbau befasst. Ich muss sagen, die Belaubung von Meerschaumbäumen mit diesem Belaubungsmaterial ist grandios. Ich habe dann auch sofort einiges Material bestellt, um mich an den Cröberner Kirchwald zu geben. Der ist schon einige Meter groß und verschlingt natürlich hunderte Bäume.



( Hier mal vier verschiedene Arten von herbstlicher Belaubung, die aber auch schon in sich gemischt waren )



( Vorher wurden die Meerschaumbäume mit verschiedenen Brauntönen geairbrusht. Dann hier mit Sprühkleber eingenebelt. Dieser ist hier von der Fa. Noch. Ich glaube, da kann man aber jeden nehmen )



( Dann über dem Eimer mit dem Belaubungsmaterial eingestreut )



( Das Ergebnis ist recht überzeugend, eine sehr preiswerte Variante, schöne Bäume zu bekommen. Ich habe dann auch in kürzester Zeit einige Hundert dieser Bäume fertig bekommen und musste nur aufhören, weil mal wieder Material, sprich Sprühkleber ausgegangen war. )



( Insgesamt konnte ich so die ersten zweihundert  Bäume des Cröberner Kirchwaldes fertig stellen. Das Ganze ging relativ schnell mit einem überzeugenden Ergebnis. Zusammen werden es bestimmt 600 Bäume werden. )


Diese vier Tage intensiven Arbeitens haben wirklich viel gebracht. Die gesamte Topografie des Dioramas steht. Es ist schon faszinierend zu sehen, wenn man die Fotos des alten Cröberns mit dem Modell vergleicht, dass hier auch sämtliche Perspektiven stimmen.

Bis auf die Äcker in Richtung Auenhain, wo noch tausende Figuren eingearbeitet werden müssen, ist die Landschaftsgestaltung fast abgeschlossen.

Zudem konnte ich in der Nähe des Göselbachs die rastende Kompanie österreichischer Pioniere in einer Stärke von 120 Mann einarbeiten. Diese wurde noch durch Niels Rullkötter vor Jahren wunderbar gemastert und dankenswerter Weise durch Hobbyfreund Paul Hedges genauso wunderbar bemalt.

Mittlerweile habe ich schon immer ein eigenes Zimmer im Hotel "Schmucker Jäger" in Hann. Münden unserer zukünftigen Museumörtlichkeit. Mein Zimmer liegt nur durch eine Fluchttüre getrennt, ca. 5 Meter vom Cröbern-Diorama weg, perfekter geht es nicht.


Weiteres wie immer auch auf:

www.geschichte-in-miniaturen.de  





(Fortsetzung folgt)